Blizzard Spiele in China nicht mehr spielbar

Wie viele andere Unternehmen auch, darf Blizzard nicht selbstständig auf dem chinesischen Markt aktiv sein. Stattdessen bedarf es eines Joint Ventures, bei dem ein ausländisches und ein chinesisches Unternehmen eine Partnerschaft eingehen. So soll der ausländische Einfluss auf dem chinesischen Markt reguliert werden.

Bei, oder für, Blizzard lief daher eine Partnerschaft mit NetEase. Diese jedoch konnten sich nicht auf einen neuen Deal einigen, womit nun alle Blizzard Spiele die einen Onlinezugang haben (WoW Diablo etc.) aus China nicht mehr spielbar sind. Die einzige Option wäre also ein VPN oder der Aufenthalt in Taiwan. Beide Parteien stichelten zuletzt noch ein wenig gegeneinander, bis es nun für die Blizzard Games zum endgültigen aus kam.

Am 17. Januar hatte sich Blizzard auf dem chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo geäußert und NetEase unterstellt, dass man das Angebot auf eine halbjährige Verlängerung der Partnerschaft abgelehnt habe. Kurz darauf folgte die Antwort des chinesischen Publishers, der das Angebot als unfair deklarierte, weil das kalifornische Unternehmen gleichzeitig mit anderen Firmen über eine dreijährige Partnerschaft verhandle.

Am 18. Januar trat NetEase ein weiteres Mal nach und zeigte in einem Livestream, wie man eine riesige Waffe aus World of Warcraft zerstörte.